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unterwasserkamera24.com | Die Unterwasserwelt im Visier

Unterwasserfotografie

Die Unterwasserfotografie unterscheidet sich stark von der auf dem Land. Außer den Angaben von Dichte und Absorption spielen hierbei auch die Einwirkung des Lichts in Abhängigkeit von der Tiefe eine große Rolle. In diesem Artikel wird auf alle Bereiche eingegangen, die bei der Fotografie unter Wasser eine Rolle spielen.

Unterwasserfotografie Einführung Video

Die Sicht

Die Sicht unter und über Wasser unterscheidet sich stark. Unter Wasser erscheint alles größer und es erscheint, als stünden die Dinge näher am Objektiv als über Wasser. Auch die Farben unterscheiden sich stark. Zudem wird die Sichtweise in Abhängigkeit von der Tiefe stark eingeschränkt.

Der Grund für die verschiedenen Eindrücke der Objekte sind zum einen die Dichte. Diese ist unter Wasser über 800 Mal größer. Dies hat eine direkte Einwirkung sowohl auf das Licht als such den Schall sowie den Antrieb. Sobald Sonnenlicht auf die Wasseroberfläche trifft, wird dieses Licht gebrochen und auch reflektiert. Durch die Reflexion schafft es somit nicht das gesamte Licht unter Wasser. Das Licht, das es unter Wasser schafft, wird dann wiederum gebremst, da die Dichte unter Wasser höher ist. Bis zu einer Wasserdichte von 5 Metern ist kein besonders großer Lichtverlust zu verzeichnen, der sich auf die Sicht auswirken könnte. Zudem kann eine gute Kamera kleine Farbeinbußen bis zu dieser Tiefe noch ausgleichen.

Der Grund dafür, dass die Objekte unter Wasser größer erscheinen ist, dass das reflektierte Licht gebrochen wird. Dies führt dazu, dass das Licht das Auge bzw. die Netzhaut in einem anderen Winkel trifft. Die Größe kann jedoch mit Erfahrung durch die richtige Entfernung der Kamera zum Objekt ausgeglichen werden.

Welche Software wird benötigt?

Das Display der Kamera zeigt natürlich nicht das, was die Einstellungen vornahmen. So wird beispielsweise ein Panorama im normalen Modus angezeigt. Sobald die Bilder jedoch auf den PC übertragen werden, entfalten sich die Bilder in ihrer gesamten Blüte und werden durch eine hohe Qualität überzeugen.

Für die Bildbearbeitung reicht bereits eine einfache Software wie Adobe Photoshop, da die Kamera bereits für einen Großteil der Optimierung der Fotos verantwortlich ist. So können Kontrast- und Farbanpassungen noch vor dem Schießen der Bilder vorgenommen werden und die Software sorgt am Ende nur noch für kleinere Feinheiten. Zudem kann bereits die Automatikfunktion einer Kamera für Unterwasseraufnahmen für eine Optimierung sorgen. Auch was die Sättigung der Farben betrifft genügen hierbei bereits oft vorinstallierte Bildbearbeitungsprogramme, die sich auf einem Computer befinden.

Unterwasseraufnahmen mit Photoshop verbessern

Tonwert-Optimierung

Der Tonwert dient dazu, um verschiedene Helligkeitsstufen eines Bildes vorzunehmen. Um eine Optimierung dieses Werts zu erreichen, kann zwar generell auf die Automatikfunktion einer Kamera gesetzt werden, diese liefert jedoch kaum zufriedenstellende Ergebnisse. Somit ist eine manuelle Einstellung zwingend erforderlich. Unterschiedliche Programme ermöglichen die Einstellung der Farbkanäle. Ein gewisses Können ist hierbei jedoch nötig.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Kamera bereits mit einer zusätzlichen Optik auszustatten. So können beispielsweise nachträgliche Einstellungen in der Schärfe vorgenommen werden. Auch eine Aufhellung sowie Verdunklung der Aufnahmen sind möglich. Hier bietet sich der Vorteil, dass auch eine Abspeicherung der Aufnahmen im RAW-Format möglich ist. Dadurch kann schneller an den Bildern gearbeitet werden.

Welche Kamera ist die richtige?

Gerade Einsteiger stehen oft vor der schweren Entscheidung die richtige Kamera für die Fotografie unter Wasser zu wählen. Neben verschiedenen Kompakt- oder Spiegelreflexkameras, stehen nämlich such spezielle Action-Cams zur Auswahl, die jeweils alle Ihre einzelnen Vor- und Nachteile besitzen.

Kompaktkamera

Bei den Kompaktkameras wird zwischen drei Modellen unterschieden. Es gibt die Point and Shoot Kameras, die einfacher gestaltet sind, die Amphibienkameras, die zwar noch einfach in der Handhabung sind jedoch über viele Funktionen verfügen und die professionellen Kompaktkameras.

UnterwasserfotografieEiner der entschiedensten Vorteile einer Kompaktkamera ist dem Namen nach die kompakte Größe und das damit verbundene geringe Gewicht. Zusätzliche Unterwassergehäuse sind zudem für viele der Modelle zu erwerben. Weiterhin besitzen viele Kompaktkameras umfangreiche Funktionen wie einen integrierten Blitz. Zudem kann noch ein externer Blitz genutzt werden, wenn die Bilder für einen professionellen Zweck geschossen werden sollen.

Simple Point-And-Shoot-Kameras finden sich bereits im unteren bis mittleren Preissegment. Mit dem passenden Gehäuse können diese Modelle bis zu 40 Meter in der Tiefe genutzt werden. Bei einigen wenigen Herstellern sind auch Gehäuse für eine Wassertiefe von bis zu 60 Meter möglich. Eine weitere Möglichkeit sind die Amphibienkameras. Diese benötigen für die Nutzung unter Wasser kein zusätzliches Gehäuse. Zudem erfordert diese Art Kamera nur eine geringe Pflege und ist qualitativ besonders hochwertig. Dennoch sind auch die Amphibienkameras nur bis zu einer bestimmten Tiefe unter Wasser geeignet.

Die teuersten Kompaktkameras befinden sich im oberen Preissegment und zeichnen sich durch viele Einstellmöglichkeiten aus. Neben Gehäusen aus Kunststoff finden sich bei diesen Modellen such Aluminiumgehäuse die noch robuster sind. Auch bei den Kompaktkameras höchster Qualität ist noch ein deutlicher Unterschied zu den Systemkameras zu verzeichnen.

Systemkameras

Die Systemkamera zeichnet sich besonders durch eine sehr moderne und intelligente Technik aus. Diese Modelle verfügen über größere Displays und sind in der Nutzung rauschärmer. Zudem besitzen Systemkameras auch eine höhere Pixeldichte, wodurch ein einfacheres Zuschneiden der Bilder möglich ist. Auch die Objektive lassen sich einfach bei Systemkameras wechseln. Dadurch sind selbst die günstigsten Modelle für professionelle Arbeiten geeignet. Im Vergleich zu den Kompaktkameras zeigt sich auch bei der Schnelligkeit zum Autofokus einen Vorteil.

Zudem besitzen Systemkameras auch eine vergleichsweise kurze Auslösezeit. Dadurch sind besonders unter Wasser spontane Bilder möglich. Generell sind diese Art Kameras leise und einfach in der Handhabung. Auch der Akku hält vergleichsweise um einiges länger.

Actioncams

Actioncams sind dafür gedacht, besonders einfach Unterwasseraufnahmen erzeugen zu können. Diese Art Kameras sind besonders leicht und dennoch sehr robust gestaltet. Zudem sind sie unkompliziert in der Handhabung und sehr pflegeleicht. Preislich finden sich Actioncams bereits im unteren Preissegment, je nach Ausstattung. Diese Kameras werden immer dann ausgewählt, wenn viele kompliziertere Aufnahmen vorgenommen werden sollen, ohne dass diese einem zu viel Arbeit bereiten. Aus diesem Grund ist diese Kamera besonders für Einsteiger geeignet. Trotz der einfachen Handhabung, verfügen diese Modelle über viele unterschiedliche Funktionen, die sowohl die Bild- und Videoqualität verbessern als auch Einbußen im Licht ausgleichen können.

Filter für Unterwasserfotografie

Einer der wichtigsten und hilfreichsten Funktionen für Unterwasserfotografie ist der sogenannte Rot-Filter. Dieser ist besonders dann nützlich, wenn keine Videolampe und auch kein Blitz genutzt werden können. Es handelt sich bei diesem Filter um Scheiben entweder aus Glas oder Kunststoff, die über eine rötliche Färbung Verfügung. Diese werden dann vor das Kameraobjektiv montiert und erhöhen somit den Rotanteil im Bild. Die Handhabung dieser Filter ist insgesamt besonders einfach und die Ergebnisse lassen für sich sprechen.

Trotz der Nützlichkeit des Rot-Filters unter Wasser besteht dennoch das Problem, dass durch die Verfärbung die Belichtung abnimmt. Dieser Verlust muss wiederum kompensiert werden, indem die Belichtungszeit erhöht wird. Dies wiederum führt zu einem verstärkten Rauschen.

Den richtigen Filter unter Wasser nutzen

*Alle Videos von MicBergsma sind zu empfehlen, viele Tipps und leicht erklärt

Unterwasserfotografie & Lichtmittel

Damit die Bilder, die unter Wasser geschossen werden besonders satte Farben und Kontraste besitzen, wird Licht benötigt, besonders bei Aufnahmen in der Tiefe. Gerade bei den Unterwasseraufnahmen wird oft zu künstlichem Licht gegriffen, um den Verlust auszugleichen. Diese verschiedenen Lichtmittel besitzen eine unterschiedliche Wirkung und haben jeweils ihre Vor- und Nachteile.

Glühlampe

Das Weiß von einer Glühlampe ist besonders gleichmäßig und sorgt so dafür, dass alle Farben eines Objekts auf den Fotos und Videos gleichmäßig erscheinen. Ein Nachteil bei dieser Form des Leuchtmittels ist, dass viel Wärme verloren geht. Dennoch sorgt das gleichmäßige Licht dafür, dass die Farben besonders brillant erstrahlen. Zudem sind Glühlampen relativ günstig in der Anschaffung und damit für die regelmäßige Nutzung geeignet. Weiterhin bieten die Glühlampen den Vorteil, dass sie praktisch überall erhältlich sind, sowohl online als auch in Geschäften.

LED

LED sind noch relativ jung bei der Nutzung unter Wasser. Das Licht kommt hierbei von einer kleinen Diode. Der Vorteil von LED ist, dass sie günstig in der Anschaffung sind und zudem einen großen Spielraum in puncto Farbe bieten. Zudem hat dieses Leuchtmittel eine lange Lebensdauer. Außerdem können LED in vielen Geschäften erworben werden, da diese Art Leuchtmittel nicht nur für die Fotografien unter Wasser verwendet werden.

Blitz

Sealife Sl744 dc2000 ProDie Blitzröhren stellen bei den Leuchtmitteln eher eine Besonderheit dar. Die Glasröhren sind mit Gas gefüllt, das durch Kondensatoren gezündet wird. Der Vorteil bei diesem Leuchtmittel ist, dass das Licht besonders schnell abgegeben wird. Zudem werden die Farben dadurch besonders kräftig dargestellt. Blitzröhren halten besonders lange und sind so sparsam in der Anschaffung. Blitzröhren sind nur in speziellen Fachläden zu finden sowie online.

Gasentladungslampe

Viele professionelle Unterwasserfotografen greifen zu HMI-Leuchtmitteln. Diese Leuchtmittel gehören zu den Gasentladungslampen. Diese Lampen benötigen zwar länger um zu zünden, haben jedoch den Vorteil, dass sie geringer im Verbrauch sind. Der Anschaffungspreis ist zudem vergleichsweise günstig. Gasentladungslampen finden sich in jedem Fachhandel und auch im Internet in vielen Online-Shops.

Die richtige Ausrüstung

Bei der Wahl der Ausrüstung sollte darauf geachtet werden, dass diese sowohl nützlich ist als auch zur Kamera passt. Viele Kameras verfügen bereits über eine Reihe an nützlichen Funktionen, sodass bestimmte zusätzliche Ausrüstungen nicht mehr nötig sind. Zudem ist auch wichtig, dass Kamera und Ausrüstung in puncto Qualität zueinander passen. So wird man wenig Freude beim Schießen der Fotos unter Wasser haben, wenn zwar die Ausrüstung besonders hochwertig ist, es sich jedoch um ein sehr günstiges Kameramodell handelt und andersrum.

Die Kamera

Der wichtigste Teil der Ausrüstung bei der Fotografie unter Wasser ist natürlich die Kamera. Dabei stehen einem eine Vielzahl an nützlichen Modellen zur Verfügung. Welcher Typ und welche Marke gewählt werden sollten, hängt immer von dem beabsichtigten Zweck ab. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um eine wasserdichte Kamera handeln. Man kann auch zu einer gewöhnlichen Kamera greifen und diese in ein wasserdichtes Gehäuse packen.

Zubehör

Dann ist das richtige Zubehör entscheidend. Vom Blitz, über Filter bis hin zu den Objektiven stehen unzählige Zubehörteile zur Verfügung, die dafür sorgen, dass sowohl die Handhabung erleichtert wird als auch die Bilder eine bessere Qualität erhalten. Welches Zubehör das richtige ist hängt zum einen von der Kamerausstattung ab. Dann kommt es auch darauf an, in welcher Art Gewässer die Aufnahmen stattfinden und in welcher Tiefe. Besonders bei Anfängern ist die Wahl des Zubehörs schwierig, da sich einem hier eine riesige Auswahl bietet. Generell zeigt sich immer, dass zunächst zu einer Kamera mit möglichst vielen Funktionen gegriffen werden und lediglich fehlende Funktionen dann mit dem Zubehör ausgeglichen werden sollen.